Freitag, 4. Juli 2008

Alltagsgespräche oder "Bio, Medienwissenschaften, Physik"

Unterwegs im Auto von Hamburg nach Hannover. M und ich kommen irgendwie auf das Thema Paar- & Familienbeziehungen bei Tieren. Gänse z.B. bleiben ihr Leben lang mit dem gewählten Partner zusammen. Bei den Elefanten dagegen leben die Mütter mit den Kindern in der Herde zusammen, während die Väter meist als Einzelgänger unterwegs sind. Sie treffen sich nur gelegentlich mal. (Wie bei uns, meint C dazu ;) ) Bei den Seepferdchen legt die Mutter die Eier in die "Bauchtasche" des Vaters, der sie dann befruchtet & bis zum Schlüpfen der Jungen spazierenträgt. Die Jungen brauchen dann keinerlei elterliche Betreuung mehr & keineR von uns weiss, ob die Mutter sich noch mal wieder blicken lässt??? Bei Pinguins kümmern sich beide Eltern abwechselnd um ihren Nachwuchs & wärmen ihn, während der jeweils andere Elternteil auf Nahrungssuche geht. Bei Schwalben sind wir uns nicht sicher, ob beide Eltern ihre geschlüpften Jungen gemeinsam füttern? Sah jedenfalls so aus, als ob da 2 Vögel immer zum Nest und wieder wegflogen, als wir das kürzlich mal bei Freunden auf dem Land beobachtet haben. Müssen wir mal im Tierlexikon nachlesen. Oder im Internet. Wenn wir wieder daheim sind. M erzählt von den "Fortpflanzungsmethoden" irgendwelcher kleinen Monster aus einem Film, den er gesehen hat. Die vermehren sich wohl, indem ihr Nachwuchs einfach aus ihnen raus"ploppt". Klonen sich auf die Art. Ich hab den Film nicht gesehen, aber stelle mir das vor wie bei den Gremlins bzw den Mogwai "damals" (erinnert sich noch jemand an Gizmo???). Also Thema Filme. M liebt Science Fiction, Star Wars (die kennt er, glaube ich, komplett auswändig. Wir haben schon Stunden (Tage?) mit dem Surfen durch die entsprechenden Enzyklopädien im Web & dem Stöbern im "Andere Welten"-Laden verbracht), Stargate usw.
... über die Reisen durch "Sternentore" kommen wir auf Zeitreisen & deren mögliche Auswirkungen; was passiert mit der Gegenwart wenn in der Vergangenheit etwas geändert wird? Existiert Zeit überhaupt in dieser Form, als Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft, nacheinander? Oder ist alles gleichzeitig? Alles ist relativ, Relativitätstheorie ... schon sind wir bei Einstein ... der ja auch nicht wirklich schulbegeistert war & die Schule im Alter von 15 Jahren verlassen hat. Für den für das von ihm angestrebte Studium benötigten Abschluss ist er dann aber später doch noch wieder hingegangen. Was uns zur Frage des Schulabschlusses brachte ... M, der ja erst seit 1,5 Jahren unschoolt (freilernt? frei lernt?) und vorher 4,5 Jahre Schulerfahrung hinter sich gebracht hat & sich von so manchem "lieben" Verwandten Krititisches (um es mal milde zu formulieren) zu seiner Entscheidung, die Schule zu verlassen, anhören musste, ist da noch verunsichert. Auch noch immer weit von einem natürlichen Verhältnis zum "lernen" entfernt. Zumindest, wenn wir es so nennen. "Lernen" ist etwas, was man in der Schule tut. Unfreiwillig. Stoff pauken. Ich selbst habe keinen Zweifel daran, dass Leben Lernen ist, dass auch er das wieder entspannter wird sehen können & vor allem, dass er alles (& noch viel mehr) tun, sein, werden kann & wird, was er will & bei Bedarf alles dafür notwendige LERNEN wird :) Bzw jetzt schon lernt. Ob er das nun so nennt oder nicht.

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