Samstag, 25. Oktober 2008

alltagsschnipsel

doch, wir sind am leben, im lande & es gibt diesen blog noch. das echte leben nimmt mich nur grad sehr in anspruch ... aber damit hier mal wieder was passiert, hier ein paar schnipsel aus dem alltag meiner freilernenden kinder:

- einkauf im bioladen, c probiert sich wie üblich durchs sortiment an obst, gemüse & grünzeug (sie betrachtet das immer als eine art all-you-can-eat-buffet). sie kennt alles was dort angeboten wird - im gegensatz zu mancher kassiererin, die nicht mal die rote bete identifizieren kann. vor dem laden stehen kräutertöpfe. c erkennt hier sofort die "fette henne", die sie diesen sommer von ihrer freundin p (6 jahre alt) kennengelernt hat. von der hat sie übrigens auch gelernt, den giftigen fingerhut sowie einige andere (essbare) pflanzen zu identifizieren.

- besagte freundin ist vor kurzem mit ihrer familie ausgewandert, nach australien - homeschoolers wellcome!
und hat damit, zwar schmerzlich vermisst, den flecken auf der weltkarte eine neue bedeutung gegeben. und den dimensionen der erde - 21 stunden flug, da staunte auch der grosse! anlass für fragen wie die, ob flugzeuge so lange durchfliegen (tun sie nicht), wo & wie oft sie zwischenlanden zum tanken usw ... ausserdem haben wir über die klimazonen, die landessprache, die dortige fauna und einiges mehr gesprochen.

- uns zieht es ja mehr nach mittelamerika. m ist allerdings noch nicht so begeistert von der aussicht auf eine ganz neue sprache (spanisch). seine englisch-kenntnisse hat er dank englischsprachiger spiele & internet im letzten jahr erkennbar erweitert. vokabeln hat er seit seiner schulzeit nicht mehr gelernt, damals auch nur äusserst widerwillig, und abfragen lassen wollte er sich da auch immer nur ungern. jetzt kam er plötzlich und bat darum, dass ich ihn "abfrage" - ich sollte irgendwelche worte nennen & er lieferte die englische übersetzung. hat ihm spass gemacht :) und er wusste mindestens 90%, konnte die worte sogar überwiegend richtig buchstabieren (auch das war seine idee, nicht etwa meine!)

- ein regennachmittag & zwei durchgebrannte glühbirnen (relativ spezielle) ... auf zu ikea. c will heute mal mit durch den verkaufsbereich laufen (normalerweise zieht sie es vor, im "smaland" zu bleiben). erste enttäuschung: es gibt keine leihbaren buggies mehr. also laufen. es gibt im markt mehrere spielstationen mit computerspielen mit touchscreeens (ausmalspiel, memories etc). an der ersten ist das spiel besetzt, an der zweiten defekt. c: "wenn wir keins mehr finden, hat sich die fahrt hierher gar nicht gelohnt" - aha, jetzt weiss ich endlich, weshalb wir hier sind ;)
aber der dritte computer ist frei & funktionstüchtig. ich suche mir einen platz auf dem fussboden & mache es mir mit meinem notizbuch gemütlich während c. voller begeisterung das ausmalspiel spielt. nach ca 20 minuten kommen 2 ältere mädchen (ca. 7-8 jahre alt) dazu. die mädchen spielen noch eine weile zusammen weiter, die grossen übernehmen zunächst die regie, beziehen aber c weiterhin mit ein. die lässt sich das zunächst gefallen, besteht dann nach einer weile doch auf ihren vorstellungen. die drei finden aber problemlos eine einigung. nachdem die anderen mädchen wieder weg sind, spielt c noch immer weiter, probiert jetzt auch die anderen spiele - memory, zeichnen mit den fingern, unterschiede suchen. sie ist total vertieft, insgesamt verbringen wir fast eine stunde dort.

... fortsetzung folgt

1 Kommentar:

Andrea hat gesagt…

Schön, dass es euch gut geht und wir hier wieder was zum lesen haben.

In Zentral Amerika muss man nicht überall spanisch können. In Belize (wunderschönes Land, übrigens, und ehemalige britische Kolonie) spricht man englisch.

Da gibt es in Belize zauberhafte Korallenriffe und man ist in der Not eine gute Stunde Flug von Florida weg (bin schon mal in einer Krankenhaus in Belize City gewesen...).

Nun ja, hoffentlich dauert es nicht wieder solange, bis man hier was lesen kann!